Diese Browsererweiterungen sorgen für Datenschutz im Internet

November 20, 2023

Der Browser ist längst zu einem der wichtigsten digitalen Werkzeuge geworden, ohne das wir uns im World Wide Web nicht mehr ausreichend bewegen könnten. Damit ist er aber auch die größte Schwachstelle für den Datenschutz, der jedoch mit Browsererweiterungen deutlich verbessert werden kann. Welche gibt es und wofür sind sie sinnvoll?

Das Bild zeigt einen Laptop, der mit einer Kette und einem Vorhängeschloss
Der Browser wird für den Datenschutz immer wichtiger (Foto von FLY:D auf Unsplash).

Wenn es um Datenschutz im Internet geht, neigen wir im Allgemeinen zu der Ansicht, dass wir nichts zu verbergen haben. Und oberflächlich betrachtet mag das auch stimmen, bei genauerer Betrachtung ergibt sich jedoch ein anderes Bild.

Diese Daten hinterlassen wir:

  • Zugangsdaten zu Websites und Diensten (Benutzernamen, Passwörter, E-Mail-Adressen)
  • Personenbezogene Daten (Name, E-Mail-Adresse, Anschrift, Telefonnummer, IP-Adresse)
  • Gerätebezogene Daten (Gerätetyp, Betriebssystem, Browser)
  • Browserbezogene Daten (Downloads, besuchte Websites, Lesezeichen, Suchverlauf)
  • Tracking-Daten (Präferenzen, Statistiken, Marketing)

Mehr Datenschutz ist nicht nur mit Browsererweiterungen möglich

Eine gute Nachricht vorweg: Viele Datenschutzeinstellungen lassen sich auch ohne Browsererweiterung verwenden. Schau dir immer zuerst an, welche Optionen und Einstellungen der von dir bevorzugte Browser selbst mitbringt. So lassen sich je nach verwendetem Browser bestimmte Aktionen einstellen, die dem Datenschutz dienen.

Beispielsweise können Pop-up-Fenster unterdrückt und Cookies sowie der Browserverlauf beim Beenden des Browsers automatisch gelöscht werden. Außerdem kann meist eingestellt werden, ob Passwörter im Browser gespeichert werden sollen und ob Formulareingaben für die Wiederverwendung protokolliert werden sollen.

Außerdem solltest du die Ausführung sogenannter „aktiver Inhalte“ einschränken. Dabei handelt es sich um kleine, eigenständige Programme, die beim Besuch einer Website aktiv werden und im schlimmsten Fall schädliche Aktionen auf deinem Gerät ausführen. In diese Kategorie fällt unter anderem JavaScript. Und hier wird es kompliziert:

Erst wenn du in den Einstellungen deines Browsers keine Datenschutzfunktion findest, kannst du auf die zahlreichen Erweiterungen zurückgreifen, die es für die verschiedenen Browser gibt. 

Ein Hinweis für Safari-Nutzer: Für den Apple-Browser gibt es keinen Webshop, wie für Chrome oder Firefox. Die Erweiterungen und Add-Ons werden stattdessen über den App-Store geladen, der über das Menü Safari / Safari-Erweiterungen … zu erreichen ist.

Ein Hinweis für Nutzer von Open-Source-Browsern auf Chromium-Basis: Die Erweiterungen aus dem Chrome Web Store funktionieren in der Regel auch hier, da sie auf dem gleichen Code basieren. Dies gilt unter anderem für die Browser Brave, Opera und Vivaldi.

Empfehlenswerte Datenschutz-Erweiterungen

Für den VPN-Tunnel

Die Funktionsweise und die Vorteile von VPN-Verbindungen haben wir bereits erläutert. Während VPN-Dienste meist als eigenständige Anwendungen installiert werden können, gibt es in einigen Fällen auch Browsererweiterungen. Der Vorteil: Die VPN-Funktionen lassen sich genau dort steuern, wo sie gebraucht werden – im Browser.

Für Passwörter

Wir verwenden so viele Passwörter, dass wir uns nicht alle merken können, wenn sie nicht zu leicht zu erraten sein sollen. Man sollte auch nicht immer dasselbe Passwort auf verschiedenen Seiten verwenden, damit ein kompromittiertes Passwort auf einer Website keine größeren Auswirkungen hat.

Das Speichern von Passwörtern direkt im Browser ist eine praktische Funktion, die in vielen Fällen das Einloggen automatisch oder mit nur einem Klick ermöglicht. Trotzdem solltest du deine Passwörter nicht vom Browser speichern lassen. Damit machst du es Hackern leicht, diese Passwörter zum Beispiel mit einem Trojaner auszulesen.

Verwende stattdessen einen Passwortmanager wie LastPass, KeePass oder 1Password, der die Passwörter verschlüsselt und nur durch Eingabe eines Master-Passworts freigibt.

Werbung blockieren

Mit einem Adblocker-Plugin können Werbeeinblendungen auf besuchten Webseiten blockiert werden. Beim Einsatz sollte jedoch bedacht werden, dass die Betreiber der Webseiten häufig auf Werbeeinnahmen angewiesen sind, um die Inhalte kostenlos anbieten zu können. Zudem gibt es Erweiterungen, die selbst ein Werbemodell zur Finanzierung nutzen.

Blockieren von Skripten und Trackern

Mit sogenannten Script-Blockern kann die Ausführung der oben beschriebenen „aktiven Inhalte“ unterbunden werden. Beliebte Plugins sind beispielsweise NoScript oder uBlock. Beachte, dass mit diesen Erweiterungen einige Funktionen, die auf JavaScript basieren, nicht funktionieren.

Browser-Daten löschen

Erweiterungen wie Click&Clean oder Cookie AutoDelete übernehmen das Löschen von Cookies nach dem Schließen einer Website. Click&Clean kann auch den Browserverlauf bereinigen.

Einen Schritt weiter geht I don’t care about cookies. Mit dieser Erweiterung können Cookie-Consent-Banner automatisch abgelehnt oder akzeptiert werden. Welche Option zum Einsatz kommt, hängt vor allem von der Implementierung des Consent-Banners auf der jeweiligen Website ab. Du hast darauf selbst keinen aktiven Einfluss.


Wenn du stattdessen eine Erweiterung suchst, die genau nach deinen Anweisungen handelt und dir auch die Anzeige der Cookie-Banner erspart, dann schau dir Usercentrics Data Shield an. Nach der Installation kannst du einmal auswählen, wie du auf Cookie-Banner reagieren möchtest und die Erweiterung nimmt dir diese lästige Arbeit ab, ohne dabei Kompromisse beim Datenschutz einzugehen.