Keine Cookies sind keine Lösung

November 20, 2023

Obwohl Cookies oft negativ betrachtet werden, weil sie beispielsweise für Marketingzwecke eingesetzt werden können, sind und bleiben sie wichtig. Denn diese kleine technische Erfindung ist für viele Funktionen im Web verantwortlich, ohne die unser Online-Erlebnis ganz anders aussehen würde.

Zerbrochene Kekse auf dem Boden symbolisieren, dass ein Verzicht auf Cookies keine Lösung ist.
Keine Cookies würde bedeuten, dass Websites nicht mehr wie gewohnt funktionieren (Foto von No Revisions auf Unsplash).

Was sind eigentlich Cookies?

Cookies sind kleine Datenpakete, die ein Browser beim Besuch einer Website erzeugt. Nüchtern betrachtet ist ein Cookie also nichts anderes als eine Web-Technologie, die das Surfen im Internet komfortabler machen soll. 

Vor der Erfindung der Cookies wurden auf Websites keine nutzungsbezogenen Daten gespeichert. Was auf den ersten Blick wie ein datenschutzrechtlicher Traum aussieht, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als Nutzungsalbtraum. Denn wir interagieren viel häufiger mit Websites, als uns bewusst ist. 

Ohne Cookies müssten wir der Website bei jedem Besuch erneut wichtige Informationen zur Verfügung stellen, damit sie technisch einwandfrei funktioniert.

Essentielle Cookies oder auch First-Party-Cookies genannt

Es gibt zwei Arten von Cookies. Zum einen die essentiellen Cookies, die eine Website grundsätzlich benötigt, um technisch einwandfrei funktionieren zu können. Zum anderen gibt es Third-Party-Cookies, die ganz unterschiedliche Funktionen ermöglichen und dafür Daten mit anderen Websites und Webdiensten austauschen.

💡 Die essentiellen Cookies werden vom Browser nur dieser einen Website zur Verfügung gestellt und nicht mit Dritten geteilt. Man spricht daher auch von First Party Cookies.

Beispielsweise teilen wir einer Website mit, in welcher Sprache wir den Inhalt und die Infrastruktur der Website angezeigt bekommen möchten. Ein Cookie speichert diese kleine Information für uns, so dass wir beim nächsten Besuch die Sprache nicht erneut auswählen müssen.

Essentielle Cookies sind auch für Websites mit Login sehr wichtig. Würde das Login nicht in einem Session-Cookie gespeichert werden, müssten wir uns bei jedem Aufruf einer Unterseite neu anmelden. Dies würde nicht nur den Nutzungskomfort erheblich einschränken, sondern auch die Performance der Website stark belasten, da sich die Anzahl der Log-ins vervielfachen würde.

Ein weiteres Beispiel für den Nutzen von essentiellen Cookies ist der Warenkorb auf einer Website mit einem Shop. Alles, was wir in den virtuellen Warenkorb legen, wird ebenfalls in einem Cookie gespeichert. Ohne diese Funktion müssten wir unsere Einkäufe immer sofort abschließen, da sich die Website nicht merken kann, für welche Artikel wir uns interessieren. Mit den Informationen aus dem Cookie können wir auch am nächsten Tag noch auf den digitalen Warenkorb zugreifen, wenn wir unsere Kaufentscheidung ausreichend überprüft haben. 

💡 Da diese essentiellen Cookies so wichtig für das Funktionieren von Websites sind, können sie auch nicht über die Cookie-Consent-Banner abgelehnt werden.

Cookies von Drittanbietern

Die zweite Kategorie von Cookies umfasst alle Cookies, die nicht von der Website selbst stammen, sondern von Drittanbietern, die auf der Website eingebunden sind. Sie dienen den Website-Betreibern beispielsweise zur Refinanzierung ihrer Webangebote, sind aber für den technischen Betrieb nicht relevant.

Da diese Cookies Daten über das Nutzungsverhalten speichern, die über Websites hinweg genutzt werden können, benötigen sie die explizite Zustimmung der Besucherinnen und Besucher. In entsprechenden Einwilligungsbannern müssen alle verwendeten Cookies mit ihren Funktionen aufgelistet werden.

Alles ablehnen, was man ablehnen kann?

💡 Der übliche Reflex lässt uns hier schnell mit „Alles ablehnen!“ antworten, doch bei genauerer Betrachtung können Third-Party-Cookies auch für die Nutzerinnen und Nutzer einer Website nützlich sein.

Beispielsweise werden externe Inhalte von Plattformen wie YouTube, Facebook oder Twitter direkt angezeigt, wenn sie in einen Inhalt eingebunden sind. Bei abgelehnten Cookies werden dagegen nur Platzhalter angezeigt.

Cookies spielen auch eine wichtige Rolle bei der Finanzierung kostenloser Inhalte. Viele Websites können ihre Inhalte nur deshalb kostenlos anbieten, weil sie Werbung schalten. Werbung wird auch bei abgelehnten Tracking-Cookies angezeigt, ist dann aber nicht auf die Interessen der Besucherinnen und Besucher zugeschnitten. Bei der Zustimmung zu Tracking-Cookies geht es also nicht darum, grundsätzlich keine Werbung angezeigt zu bekommen, sondern nur darum, ob sie relevant ist oder nicht.

Fazit: Ohne Cookies wäre das Internet unkomfortabler

Cookies sind besser als ihr Ruf. Sie bieten uns Funktionen, die wir kaum mehr missen möchten. Ja, die Cookie-Consent-Banner nerven, aber sie geben den Nutzern die Kontrolle über ihre Privatsphäre zurück.

Und mit Usercentrics Data Shield kann diese Kontrolle ganz einfach automatisiert werden – so wie du es willst. Du legst einmal in den Einstellungen der Browsererweiterung fest, wie die Cookie-Consent-Banner beantwortet werden sollen und Usercentrics Data Shield nimmt dir diese Arbeit zukünftig automatisch ab.